21. Mai 2010

Bereitstellung von Lernmaterialien online

Posted in Online-material tagged , , , , , , , um 13:09 von frnkpfl

Im Internet Informationen zu finden ist wohl kein Problem mehr heute. Die Schwierigkeit liegt eher darin, aus der Informationsflut Wesentliches herauszufiltern und es vor allem zu strukturieren und zu ordnen, sozusagen eine Metainformationsebene zu erstellen.

Ein Werkzeug, das hier helfen kann, ist eine Personal Learning Environment (kurz PLE), worunter die individuelle Zusammenstellung von (Social-)Software oder Web-Services, die das zumeist informelle Lernen mit dem Computer unterstützen, verstanden wird, bzw. ein Learning Management System (LMS), ein komplexes Softwaresystem, das der Bereitstellung von Lerninhalten und der Organisation von Lernvorgängen dient.

Materialien

Auch für den Unterricht bietet eine PLE die Möglichkeit, Unterrichtsmaterial strukturiert und in moderner und ansprechender Form für SuS zur Verfügung zu stellen. Dabei bietet das Internet die Möglichkeit, Materialien wie Videos oder Arbeitsblätter auf verschiedenen kostenlosen Portalen einzustellen und dann per Einbettung oder Link in der PLE zur Verfügung zu stellen.

Die so vorhandenen Materialien können entweder verlinkt werden, je nach PLE oder LMS auch eingebettet oder als eine Webseite innerhalb der Seite angezeigt werden, was  besonders bei den Simulationen ganz nützlich ist, da das extrahieren der Applets und neu Einbinden oft schwierig ist.

Plattformen zum Einstellen

  • Wenn die Schule eine Lernplattform bzw. ein Learning Management System (LMS) wie Moodle oder Ilias benutzt:
  1. Die Materialien können in einem Autorensystem, etwa eXe-Learning, zusammengefügt und dann in Moodle oder Ilias eingestellt werden(siehe folgenden Blogeintrag für weiter Informationen)
  2. Die Materialien können direkt in die LMS eingebunden werden.
  • iGoogle oder Netvibes etwa als klassische PLEs, die kostenlos genutzt werden können. Auf die Platform kommt man nur per Passwort, so dass die Links zwar somit geschützt sind, jeder der das Passwort hat, kann aber auch die Inhalte verändern.
    Hier ein Video zu Netvibe: , hier zu iGoogle:
  • Eine eigene Homepage bei einem kostenlosen Anbieter, etwa Jimdo. Jimdo ist eine Homepage-Baukasten mit ausreichenden Funktionen schon in der kostenlosen Variante. Hier ein Link zu meinem ersten Versuch eines Cockpits für den Physikunterricht.
    Ohne Programmierkenntnisse kann hier jeder seinen eigen Homepage mit minimaler Werbeeinblendung erstellen, doch auch hier ist man auf die vorgegebenen Module angewiesen und kann nicht eine auf dem Rechner erstellte Homepage hochladen.
  • Die grösste Freiheit hat man bei einem Anbieter wie verwalten.ch, wo man eine eigene Homepage kostenlos und mit Werbung  nur im Administrationsbereich mit 5GB  auch offline erstellen und hochladen kann, bei entsprechenden Kenntnissen.

Noch eine Anmerkung zu Links. Wenn man Filme oder ähnliches aus dem Internet verlinkt, ergeben sich oft sehr unübersichtliche und lange Adressen, die man aber das des Portals tinyurl.com in kurze Links zur Weitergabe verwandeln kann.

15. Mai 2010

Bereitstellen von Videomaterial für den Unterricht

Posted in Online-material tagged , , , um 11:35 von frnkpfl

I. Woher bekomme ich Videomaterial?

I.I. Sendungen aus dem Fernsehen

Das Angebot auch hier ist im Internet riesig. Die  Öffentlich-rechtlichen Sender zeigen oft sehr gute Dokumentarfilme, sei es z.B. Terra-X im ZDF oder Planet Wissen in der ARD. Diese Filme sind dann auch in der ZDF-Mediathek

oder ARD-Mediathek zugänglich.

Auf dem Mediatheken kann man dann auch gezielt nach Themen oder Sendungen suchen.

Auch die privaten Sender haben Mediatheken, doch ist das Angebot bezüglich qualitativ hochwertiger Dokumentationen sehr begrenzt. Noch erwähnt werden muss auf jeden Fall BR-alpha, ein Bildungskanal des Bayrischen Rundfunks, der sehr viele und gute Dokumentationen zur Verfügung stellt, die dort auch z.T. direkt heruntergeladen werden können.

Das Problem ist jedoch, dass die meisten Beiträge aus Wettbewerbsgründen gegenüber den privaten Sendeanstalten nur eine Woche zugänglich sind. Wenn man Glück hat, hat jemand eine interessante Sendung auf YouTube gesetzt, doch wird das wohl meistens nicht der Fall sein. Also machen wir einen Download, doch ist das meist nicht so einfach, da die Filme in den Mediatheken als Flash-Filme eingebunden sind und meistens nicht zum Download angeboten werden.

Es gibt viele Programme, die Versprechen, alle möglichen Filme herunterladen zu können. Die besten Erfahrungen habe ich jedoch mit Replay Media Catcher gemacht, einem kleinen nicht sehr teurem Programm mit dem ich bisher jeden eingebetteten Film herunterladen konnte.

Hier eine kleine Einführung in die Bedienung:

Damit kann ich also jetzt die Filme herunterladen und jederzeit im Unterricht offline zeigen. Zum erneuten Online-Stellen siehe weiter unten.

I.II. Videomaterial von Video-Portalen

Zu erwähnen ist hier natürlich in erster Linie YouTube, aber auch Google Videos. YouTube ist zwar die grösste Plattform, hat aber die Einschränkung, dass Videos von Privatpersonen, die dort einstellen, maximal 10 min Länge haben können. Bei Google Videos findet man Dokumentationen in voller Länge.

Man kann jetzt diese Filme online im Unterricht zeigen oder auch vorher herunterladen. Entweder mit dem schon erwähnten Tool Replay Media Catcher oder auch sehr komfortable mit einem kostenlosen Firefox-Plugin namens DownloadHelper.

Hier eine Anleitung zur Installation und zur Benutzung:

I.III. Videomaterial von Download-Portalen

Tippen sie in Google folgende Suchbegriffe ein „Filmname Rapidshare“ und sie werden sehr wahrscheinlich einen Treffen erhalten mit einem direkten Download-Link zu der Film-Datei. Neben Rapidshare ist noch Hotfile zu erwähnen. Aber Achtung: auf diesen Portalen muss man zum einen aufpassen wegen dem Urheberrecht, da dort alles Mögliche auch nicht Legale angeboten wird, zum anderen wegen Viren und Trojanern, die man sich bei solchen Downloads schnell auf seinem Rechner holt. Also sollte immer ein aktualisierter Virenschutz und eine Firewall in Hintergrund laufen.

II. Bearbeiten des Videomaterials

Oft will ich im Unterricht nur Teile eines Films zeigen. Man kann mit speziellen Programmen aus  Filmen Teile extrahieren, doch sollte man darauf achten, dass das Programm dann nicht den Film in ein anderes Format wandelt, was eine lange Zeit dauern kann. Empfehlen kann ich hier den Boilsoft Video Splitter ein nicht sehr teures aber nützliches Tool, dass viel mehr Video-Formate als etwa das kostenlose Tool VirtualDub einlesen kann.

III. Präsentieren des Videomaterials?

Eine Möglichkeit ist das Zeigen offline im Unterricht, doch besteht auch die Möglichkeit, die Videos erneut auf ein Video-Portal hochzuladen, so dass sie online zur Verfügung stehen und damit auch in einem LMS wie Moodle oder einer PLE eingebunden bzw. verlinkt werden können.

Hier gefällt mir Viddler ganz gut, da hier nicht die 10 min Längeneinschränkung wie bei YouTube besteht, desweiteren können die Videos als privat gekennzeichnet werden, so dass man nur darauf zugreifen kann, wenn der Link bekannt ist. Damit stellt man sie nicht öffentlich zur Verfügung und bekommt so weniger Probleme bezüglich des Urheberrechts. Ein Konto bei Viddler ist schnell eingerichtet und das Hochladen der Videos ist auch problemlos.