15. März 2010

Anonymität im Netz – manchmal notwendig

Posted in Netzkompetenz tagged , , um 08:32 von frnkpfl

Im Internet entfliehen heute viele der Wirklichkeit. Ist es z.B. schwer, im wirklichen Leben Freundschaften aufzubauen und zu pflegen, kommt man in Foren schnell zu Bekannten. Dort kann man auch ohne Probleme seine Identität, Geschlecht oder Alter wechseln, mit anderen also unehrlich sein, ohne Konsequenzen zu befürchten. Eine sehr problematische Entwicklung, doch manchmal leider Notwendig.

Notwendig im Bezug auf Datensicherheit und Sicherheit der Person vor Belästigungen, sei es durch Spam, Werbemüll etc. Allzu freigiebig gehen wir heute oft mit unseren Daten um. Ein gutes Beispiel sind die Kundenkarten, wie etwa die coop-Supercard in der Schweiz. Wenn ich meine Einkäufe weitestgehend im coop mache und immer mit der Supercard registrieren lasse, kann coop von mir ein sehr präzises Profil anhand meiner Einkäufe über Vorlieben, Geschmack, gar Gesundheitszustand oder Gesundheitsperspektiven erstellen. Wer sagt mir, dass diese Daten in der Zukunft nicht etwa im Rahmen der Krankenkasse für meine Beiträge benutzt werden, um nur ein Beispiel zu nennen. Seit 3 Monaten jedenfalls benutze ich keine Kundenkarten mehr.

Ich sollte mir also sehr genau überlegen, wem ich meine Daten geben und prinzipiell nach dem Prinzip vorgehen, nur absolut notwendige Daten aus der Hand zu geben. Leider verlangen die meisten Dienste des Web 2.0 eine Registrierung, die mit einer E-Mail bestätigt werden muss. Hier ein paar Tipps die helfen, anonym zu bleiben, um sich selber zu schützen, nicht, wie in den einleitenden Beispielen, andere etwas vormachen und ein zweites virtuelles Leben im Internet zu führen, das mit dem realen nichts zu tun hat.

  • Bei den meisten Diensten muss man sich registrieren, um sie nutzen zu können. Geben Sie nie Ihren wirklichen Namen oder Ihr wirkliches Geburtsdatum an. Am besten, wenn man auf verschiedenen Seiten verschiedene Namen angibt. Ebenso mit dem Benutzername. Aus ihm sollte nicht der wirkliche Name ableitbar sein, wie etwa franz.mueller.
  • Benutzen Sie verschiedene E-Mail-Adressen für private Mails und für Registrierungen bei Internetdiensten.
  • Das E-Mail Postfach sollte auch anonym sein. Bei Web.de, einem sehr guten Dienst mit der kostenlosen Möglichkeit, etwa Faxe zu empfangen, muss man sich mit seiner wirklichen Adresse registrieren, da man per Post einen Brief mit einem Bestätigungscode bekommt. Bei GoogleMail von Google kann man sich zwar anonym registrieren, da aber Google sowieso sehr viele Daten von mir sammelt, denke ich mir schon, dass sie durch einen Datenabgleich ohne Probleme das Postfach mir zuordnen können. Andererseits bietet GoogleMail viele, gerade für Lehrer nützliche Zusatztdienste. Einfach und absolut anonym kann man sich bei mail.3dl.am ein Postfach kurzfristig einrichten. Man kann sich etwa dort mehrere Postfächer für verschiedene Zwecke einrichten.

Das Projekt mail.3dl.am ist ein vollständig kostenloser Service von 3DL.AM, welcher Wert auf höchste Anonymität und Sicherheit legt.
Wir sind uns bewusst, dass die Benutzer einen hohen Anspruch auf Privatsphäre haben und wirklich anonyme Mailservices sehr selten existieren, falls überhaupt dann nicht im deutschsprachigen Raum. Wir haben deshalb im Januar 2008 diesen kostenlosen Dienst aufgelegt, welcher mit den Einnahmen durch unser Portal 3dl.am finanziert wird und auf eigenen Hochleistungs-Servern ausserhalb von Deutschland & der Europäischen Union läuft. Momentan nutzen bereits über 50.000 registrierte Mitglieder unseren Service. (Stand Mai 2009). Wir bieten euch eine hohe Anonymität da keine IP-Adressen oder sonstige Private Daten erhoben oder gespeichert werden und diese auch beim Mail-Versand nicht (auch nicht im Mail-Quelltext) an den Empfänger übermittelt werden.

  • Auch Zahlungen können anonym sein mit der PaySafeCard, die schon oft akzeptiert wird, so etwa bei einem Rapidshare-Account. Man kann sie auch in der Schweiz an vielen Kiosken kaufen, zahlt dann natürlich bar, bezahlt damit im Internet und somit ist nicht nachvollziehbar, wo die Zahlung herkommt (ausser natürlich über die IP-Adresse des Rechners, die ja immer gespeichert wird, über dem die Bezahlung erfolgte.) Auf der Homepage kann man sich die Verkaufsstellen anzeigen lassen.

Die sichere Zahlungsmethode, die auch ohne Kreditkarte oder Bankkonto funktioniert. Sie können paysafecard an vielen Verkaufsstellen gegen Bezahlung erwerben und als Zahlungsmittel im Internet einsetzen.

Ein Transfer des Guthabens einer PaySafeCard ist auch auf ein PayPal-Konto oder WebMoney-Konto möglich, elektronische Zahlungssysteme, die fast überall akzeptiert werden, was somit fast unbegrenzt viele anonyme Bezahlungsmöglichkeiten eröffnet.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: